Unsere Entstehung!

Im Mai 2000 trafen sich 14 Gleichgesinnte und beschlossen unter der Federführung und Leitung von Albrecht Wyrich eine Hexenzunft zu gründen um damit der hexenlosen Zeit in Fürfeld ein Ende zu bereiten. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Hexenzunft von einem Teufel angeführt werden soll. 

Nach längeren Nachforschungen bezüglich Hexenverbrennungen und anderen historischen Hintergründen wurde der Hexenzunft der Name „Fürfelder Sumpfhexa“ gegeben. Lange Zeit meinte man, dass in Schwaigern im Jahre 1713 die letzte Hexenverbrennung in der Umgebung stattgefunden hatte. Dem war jedoch nicht so. 

Vielmehr wurde im Jahre 1716 die aus Neipperg stammende Anna Maria Wagemann der Hexerei beschuldigt. 
Sie war mit dem Fürfelder Hans Michael Wagemann verheiratet. Sie sammelte Kräuter für Tee und Arzneien, 
die sie auch zu den damaligen Schloßherren brachte. Mit Heilkräutern kannte sie sich gut aus und half damit bei vielerlei Krankheiten. Das war damals für viele im Dorf schon verdächtig. Die Tragik ihres Schicksals liegt vor allem darin, dass sie das Opfer der böswilligen Verleumdungen von Angehörigen ihrer eigenen Familie geworden ist. 

Am 18. Mai 1716 begann schließlich der Prozess gegen Anna Maria Wagemann. Sie wurde am 18. Januar 1717 durch das Tübinger Juristenkollegium schuldig gesprochen und zum Tode durch Verbrennen auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 5. Februar 1717 wurde Anna Maria Wagemann auf dem Richtplatz beim Eichwäldle auf Fürfelder Gemarkung öffentlich verbrannt. 

Der Name „Sumpfhexa“ hat ebenfalls historische Hintergründe. Er leitet sich von dem verschwundenen Dorf „Hurenfurt“, das längst vor dem heutigen Fürfeld auf Fürfelder Gemarkung lag, ab. Im westlichen Bereich der Gemarkung führte ein uralter, bis in unsere Zeit bekannter, einst bedeutender Fernweg durch ein bis in die Neuzeit hinein versumpftes Gebiet. Der Name Hurenfurt leitet sich aus dem Althochdeutschen hurwin=sumpfig (Mittelhochdeutsch = kotig, schmutzig) ab. Davon haben wir unseren Namen abgeleitet. 

Deshalb waren wir uns über die Farben unseres Häs´ schnell einig. 
Wir hielten uns an die Farben des Sumpfes grün und braun und traten bereits im ersten Jahr mit Holzmasken auf.